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10.3.2010 12:39

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sniff

ups, jetzt hat's mich erwischt. die kälte der letzten tage scheint sich in meinen knochen eingenistet zu haben: die nase läuft, der kopf steckt in einem wattebausch, der hals krächzt, die erkältung scheint perfekt. nicht eben perfekt für morgen, denn da steht die nächste sendung auf dem programm. so bleibt mir nicht viel mehr, als auf besserung zu hoffen und den käfern mit viel tee und honig, mit sauna und inhalationen den garaus zu machen (ich bau in solchen momenten nicht wirklich auf chemie, sondern glaub an die alten hausmittelchen). das adrenalin wirds morgen dann hoffentlich richten. auf dass nase und kopf wieder frei sind und die stimme nicht krächzt wie eine alte krähe. wir werdens sehen. morgen abend



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7.3.2010 23:18

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magic moments

intensiv war es, dieses wochenende. für einmal kaum gearbeitet hab ich, dafür einiges genossen. ich bin ja wahrlich kein ballfreak und noch weniger eine gesellschaftsamsel. aber die einladung von alexander pereira, dem intendanten des opernhauses und seiner schönen freundin daniela konnte ich beim besten willen nicht ausschlagen, die beiden am opernball zu begleiten. viele juwelen, viel seide, viel gestraffte haut und stolze begleiter dieser  schätze waren zugegen. 

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und ganz nach wiener tradition auch die junge generation: am debütantinnen defilée. irgendwie rührend, mit welcher ernsthaftigkeit die jungen damen und die (noch jünger scheinenden) herren ihren partnerInnen die referenz erwiesen

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bis es dann hiess: alles walzer und sich toute la maison irgendwie durch das gedränge tanzte. da drehte sich dann buchstäblich die halbe helvetische wirtschaft einträchtig im kreis, nicht ohne vorher - folgsam wie beflissene sonntagschueler - noch ein paar menuettschritte unisono geprobt zu haben

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unsere zeit, so scheint es mir, ist bei allem was sich laufend aendert, wieder reif, traditionen aufleben zu lassen, sozusagen als feste insel an der man sich laben kann.

auf wunderbare weise mit der infragestellung von traditionen geht der grossartige dirigent nikolaus harnoncourt um. ihm gelingt es immer wieder, vermeintlich bekanntes völlig neu auferstehen zu lassen und einem dank seinen so gescheiten und überraschenden interpretationen von opern zu beschenken. so war das bereits bei der zauberflöte, die ich ja hinter den kulissen fürs schweizer fernsehen mitverfolgen durfte. und so war es auch wieder bei einem anderen werk von mozart: mit "idomeneo" , dieser rätselhaften oper rund um biblische staatsreason, den glauben an die macht von göttern und die kraft der liebe. harnoncourt dirigierte 35 jahre am zürcher opernhaus. heute war seine allerletzte vorstellung mit mozarts lieblingsoper. und es war ein magic moment. alle waren total beflügelt. die sänger genau so wie das orchester. lauter kleine überraschungen haben sänger wie musiker ihrem 80 jährigen maestro (von wegen pensionierung mit 65...) für diese denkwürdige vorstellung bereitgehalten. Da flogen papierflieger von der bühne in den orchestergraben, rosen schmiss das orchester seinem dirigenten zu, die sänger waren in höchstform und das publikum tobte. ich werde den abend nie vergessen, weil er das versinnbildlicht, was kunst und musik kann: einem tief berühren und völlig hinwegziehen aus allem, was einem sonst umgibt. und da sagte mir harnoncourt in der pause, als ich bei ihm in der garderobe war, einen wunderbaren satz. man muss verrückt sein, um gute kunst zu schaffen. jeder ton ist entweder ein triumpf oder der tod und in der kunst geht es immer um alles oder nichts. wer nicht alles anstrebt, wird nichts erreichen. ein bisschen etwas von diesen gedanken möchte ich gerne in den alltag der kommenden woche mitnehmen. 



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22.2.2010 20:19

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frühlingserwachen

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heute hat's mich gepackt. uebers wochenende ist bei uns der garten ja so was von explodiert. von einem tag auf den anderen stand die wiese voller schneeglöckchen, die ersten maerzenglocken strecken ihre köpfe in die luft und die rosen zeigen auch schon die ihre triebe. und was ich letztes jahr ausgesät habe, zeigt auch schon erste zeichen von erwachen. verrückt wie schnell das geht, man hat das gefühl, man könne buchstäblich zuschauen, wie alles erwacht. drum: anstatt ein sandwich irgendwo unterwegs in den kopf zu drücken, zog ich los mit der neuen, chicen rosenschere (war ein sinniges weihnachtsgeschenk), und verpasste in der mittagspause meinen büschen einen coup de printemps. frühlingsgefühle erlebt man ja wirklich am augenfälligsten in der natur. und jedes mal wieder staunt man,

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was sich alles aus diesen dürren aesten entwickelt. judihui. jetzt warte ich nur noch auf die brodelnden hormone. die sollen ja bekanntlich den frühling auch spüren...




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13.2.2010 01:44

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beweglichkeit ist das halbe leben

nach dem besuch von nina burri, 

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weiss ich, an was ich arbeiten muss, um eine gewisse beweglichkeit zu erhalten. sie hat es ja mit 33 geschafft, in den scheinbar unmöglichsten positionen

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relativ gelassen in die kamera zu lächeln. meine stretching übungen bedürfen noch einem gewissen training, wie dieses bild zeigt

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aber wie heisst es so schön, uebung macht den meister. ich arbeite an mir....

und nun noch ein wort zur beweglichkeit anderer art: regula und rolf,
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dieses charmante (gebärdensprachige) paar, mit dem ich mich dank unserer grossartigen übersetzerin äusserst angeregt in der gebärdesprache unterhielt, hat unser publikum tief beeindruckt.
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ihr humor, und die selbstverständlichkeit im umgang mit ihrer lebenssituation war für mich ein lehrstück für eine positive lebenseinstellung. und genau das wollten wir in unserer sendung vermitteln: respekt und akzeptanz von uns hörenden den gehörlosen gegenüber und zeigen, wie differenziert man sich in der gebärdensprache ausdrücken kann. 
umso mehr hat es mich dann erstaunt, wenn ich heute in drei kommentaren kein lobendes wort zu den beiden wunderbaren gästen und ihren aussagen las, sondern bloss die kritik, was wir als fernsehheiris in sachen untertitelung und umsetzung hätten besser machen sollen. ich leite diese vorschläge gerne an unsere chefs weiter. was wir in unserem einflussbereich erreichen können (und immer wieder versuchen): wir wollen vorurteile abbauen und das verständnis im umgang miteinander fördern. etwas mehr beweglichkeit, auch aus der sicht der kritiker, sachen positiv zu sehen, wäre ja auch ein schöner beitrag zum verständnisvollen zusammenleben.
 
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9.2.2010 00:56

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kochen für 50 leute

sie kocht göttlich, ist mit 17 gault millau punkten gekrönt, war köchin des jahres und eine liebe alte bekannte von mir. vreni giger, köchin, chefin und gute seele vom jägerhof in st. gallen.

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mit ihr lernte ich vor jahren, wie man mit einem kapitalen hecht umgeht, führte immer wieder tolle gespräche übers geniessen und kochen

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und sie war eine der ersten in der schweiz, welche konsequent ein gourmetrestaurant mit rein biologischen produkten auf die beine stellte. der jägerhof in st. gallen ist in der zwischenzeit für geniesser ein must. heute hat sie mich gebeten, für ihre 50 gäste und freunde einen gang zu kochen. uffh, steht man da als amateur schwer unter druck. aber zum glück ging mir magdalena bei diesem experiment zur hand (magdalena ist für mich die geduldigste und aufgestellteste lehrtochter, die gemeinsam mit mir ans werk ging) riesenraviolis wollten wir machen. gefüllt mit quark (vom biobauer natürlich), angereichert mit schwarzen trüffeln (von einem st. galler trüffelhund am vortag aufgestöbert) und als clou, einem frischen eigelb drin, das dann nach dem anstechen des raviolo so wunderschön aus der füllung fliesst. 

richtig im stress waren wir natürlich nicht nur der 50 gäste wegen (ich koche ja normalerweise nicht grad in diesen quantitäten....), am tisch sass auch der chef von gault millau schweiz und einiges an koch- und weinprominenz. aber wir haben's geschafft, die knifflige eigelb aktion gelang, die ravioli kamen rechtzeitig auf den tisch, die trüffel schön gescheibelt auf den teller und reklamationen drangen mindestens nicht bis in die küche....und mir hat's riesig spass gemacht, mit einem super aufgestellten team von jungen leuten das beste zu geben. bin ja gespannt, was glanz und gloria dazu meint. die haben uns nämlich auch über die schultern geschaut...



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6.2.2010 09:58

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2012, das katastrophenjahr?

im moment sitze ich eingeschneit in meinem hüttli oben in den bergen. zeit, um bücher zu lesen, die schon länger auf dem nachttisch liegen. und da fesselt mich seit zwei tagen ein schunken, der einige spannende thesen vertritt. unter dem titel: revolution 2012, warum die menschheit vor einem evolutionssprung steht" schildert der physiker dieter boers mit vielen wissenschaftlichen beispielen, wie stark wir von den sonnenaktivitäten abhängen und welchen einfluss die magnetfelder haben, die durch die sonneneruptionen auf unsere zivilisation und unser denken wirken. schon die mayas sagten mit ihren erstaunlich genauen kalendern für das jahr 2012 eine grosse instabilität auf unserer erde voraus. wissenschaftliche untersuchungen zeigen, dass sich momentan grundsätzliches rund um die sonnenaktivitäten tut (ohne dass wir genau wissen, welches die einflussgrössen für diese solaren veränderungen sind) und was solche kosmischen energiefelder für auswirkungen haben.

Neben den möglichen technischen konsequenzen durch diese geomagnetischen veränderungen (sprich einem zusammenbruch der ganzen energieversorgung) schildert boers aber auch die chancen, die ein solcher kosmisch verursachter energiestoss haben könnte. er sagt nämlich einen evolutionssprung voraus.
es ist ein total faszinierendes, nicht ganz anspruchsloses buch. ich versuche nun, diesen hochdekorierten wissenschafter zu mir in die sendung zu holen. 2012 steht ja schliesslich vor der tür und es tut vielleicht gut, den abenteuerlichen spekulationen um dieses jahr eine fundierte wissenschaftliche meinung entgegen zu setzen.



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27.1.2010 00:42

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older statesman

ich hatte heute gelegenheit, ein längeres gespräch mit hans dietrich genscher zu führen. genscher ist mit seinen weit über 80 ein altes schlachtross der deutschen politik, jahrzehnte deutscher aussenminister, vizekanzler und einer der architekten der eu und ihrer währungsunion. was mich im gespräch mit ihm faszinierte, ist auch im hohen alter eine selbstkritische haltung zu sich selbst und seiner damaligen machtposition, dieser wache geist geopolitische veränderungen unserer welt wahrzunehmen und auf eine respektvolle art dem stellenwert anderer völker und kulturen zu begegnen und mit diesem mix aus historischem wissen, gesundem menschenverstand und der vision einer einvernehmlichen staatengemeinschaft die probleme und lösungsmöglichkeiten unserer welt darzulegen. da spricht ein mensch, dem nicht die macht das hirn gemartert hat, sondern der versuch, das zusammenleben unterschiedlicher kulturen innerhalb deutschlands, aber auch in europa und zwischen den kontinenten auf eine tragfähige basis zu stellen. ein staatsmann, der die interdependenz unserer welt nicht als gefahr , sondern als chance sieht und der die zusammenarbeit unter den staaten, auch bei unterschiedlichen demokratieverständnissen als einzige möglichkeit betrachtet, respektvoll miteinander zu wirtschaften und zu leben. jemand, der in grösseren zusammenhängen zu denken versucht und der historisches wissen benutzt, um aktuelle krisen zu meistern. während des gesprächs ging mir durch den kopf, welche helvetischen politiker auf oberster ebene diesen staatsmännischen denkansatz pflegen und nicht nur im tagesgeschäft stecken. ehrlich gesagt kam mir kein name in den sinn. ob uns die berge immer wieder die sicht auf die grösseren zusammenhänge versperren?? 



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30.12.2009 02:55

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secret places 4

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wo kerzen sind, hab ich das gefühl, kann man ruhig denken, herrscht ein stück friedfertigkeit und damit die besten voraussetzungen, nach einem hektischen tag wieder zur ruhe zu kommen. drum. bei mir daheim brennen stets kerzen.....




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28.12.2009 11:20

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secret places 2

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meine spirituelle ecke, die mich immer dann in die richtige stimmung bringt, wenn die hektik des alltags überhand zu nehmen droht. in diesem sinne wünsche ich euch allen ein friedliches neues jahr. ich mach mich jetzt für ein paar tage aus dem staub und reise durch die klöster burma's. auf bald



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27.12.2009 16:04

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my secret places at home

jeder hat wohl bei sich zuhause ein paar örtchen, an denen in kleinen schatzkabinetten erinnerungen und kleine wichtige dinge aufbewahrt werden, die im laufe der jahre ihre bedeutung behalten haben: erinnerungen an menschen, an erfahrungen und reisen. ein paar dieser geheimen ecken bei mir zuhause möchte ich euch verraten

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meine geheimnisvolle hasenlampe zum beispiel (ein geschenk meines besten freundes), die zusammen mit all den kristallen aus aller herren länder ein stiller energiespender ist, wenn die ideen mal ausgehen....




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