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sie kocht göttlich, ist mit 17 gault millau punkten gekrönt, war köchin des jahres und eine liebe alte bekannte von mir.

mit ihr lernte ich vor jahren, wie man mit einem kapitalen hecht umgeht, führte immer wieder tolle gespräche übers geniessen und kochen

und sie war eine der ersten in der schweiz, welche konsequent ein gourmetrestaurant mit rein biologischen produkten auf die beine stellte. der jägerhof in st. gallen ist in der zwischenzeit für geniesser ein must. heute hat sie mich gebeten, für ihre 50 gäste und freunde einen gang zu kochen. uffh, steht man da als amateur schwer unter druck. aber zum glück ging mir magdalena bei diesem experiment zur hand (magdalena ist für mich die geduldigste und aufgestellteste lehrtochter, die gemeinsam mit mir ans werk ging) riesenraviolis wollten wir machen. gefüllt mit quark (vom biobauer natürlich), angereichert mit schwarzen trüffeln (von einem st. galler trüffelhund am vortag aufgestöbert) und als clou, einem frischen eigelb drin, das dann nach dem anstechen des raviolo so wunderschön aus der füllung fliesst.
im moment sitze ich eingeschneit in meinem hüttli oben in den bergen. zeit, um bücher zu lesen, die schon länger auf dem nachttisch liegen. und da fesselt mich seit zwei tagen ein schunken, der einige spannende thesen vertritt. unter dem titel: revolution 2012, warum die menschheit vor einem evolutionssprung steht" schildert der physiker dieter boers mit vielen wissenschaftlichen beispielen, wie stark wir von den sonnenaktivitäten abhängen und welchen einfluss die magnetfelder haben, die durch die sonneneruptionen auf unsere zivilisation und unser denken wirken. schon die mayas sagten mit ihren erstaunlich genauen kalendern für das jahr 2012 eine grosse instabilität auf unserer erde voraus. wissenschaftliche untersuchungen zeigen, dass sich momentan grundsätzliches rund um die sonnenaktivitäten tut (ohne dass wir genau wissen, welches die einflussgrössen für diese solaren veränderungen sind) und was solche kosmischen energiefelder für auswirkungen haben.
ist ein mensch, der über 100 millionen auf der seite hat, der eine goldmedaille als olympia-sportler gewann und in über dreissig filmen mitwirkte schlicht und ergreifend glücklich, wenn er auf sein leben zurück schaut. genau diese frage stelle ich morgen dem unternehmer und gesellschaftstiger hans leutenegger.

seine tellerwäscherkarriere ist nicht nur für die schweiz einzigartig. und trotzdem wirkt der nun 70 jährige in unserem gespräch erstaunlich nachdenklich. er sei ein leben lang besessen gewesen, zu beweisen, dass er spitzenleistungen schaffe: im sport, im geschäft und auf dem gesellschaftlichen parkett. und der preis für diese anerkennung sei im rückblick doch hoch gewesen. ein überraschender housi leutenegger, morgen abend bei aeschbacher


das, meine lieben, sind die requisiten unserer nächsten sendung. was ein fuchsschwanz an einer ständerlampe

und ein wunderschöner, handgemachter schanfigger holzschlitten mit dem thema "alle achtung" zu tun hat, wird sich männiglich fragen. nun, da haben wir - glaub ich - ne echte wundertüte parat gestellt, mit lauter gästen, deren leben und arbeit den spruch "chapeau: alle achtung" verdienen.....


dieser tage habe ich mein büro auf 1800 meter verlegt. nicht weit vom schönsten friedhof (sic!) der schweiz, dem frauenkircher waldfriedhof geniesse ich die höhenluft. moderner technik sei's dank, kann ich nach ein paar stunden auf den brettern meine pendenzenliste abtragen und mich auf die nächsten sendungen vorbereiten. beim thema alle achtung (nächste woche unser motto) geht - da könnt ihr euch schon gefasst machen - ziemlich die post ab. alle achtung kann man ja in sachen datenklau gegenüber unseren teutonischen nachbarn dieser tage kaum rufen. ich überlege mir ernsthaft, ob ich nicht besser eine karriere als it mitarbeiter einer schweizer bank ins auge fassen sollte. die aussicht auf ein stattliches einkommen scheint gesichert, wenn es mir gelingt, ein paar kopien von heiklen daten zu ziehen. ein paar milliönchen scheinen staatlich abgesichert (und erst noch straffrei)...und das im gleichen land, das arbeitnehmer fristlos entlässt, wenn sie ein sandwich essen, das für die chefenrunde vorgesehen gewesen wäre (wie einige fälle belegen, die vom deutschen arbeitsgericht sanktioniert wurden) es kommt halt drauf an, wem ein allfälliger diebstahl was nützt.

andrea burri hat bei uns in der sendung wahrlich in sachen sex und orgasmus kein blatt vor den mund genommen.

guter sex hat wenig mit der suche nach dem (fälschlicherweise vermuteten) g-punkt bei der frau zu tun. wer meinte, man müsse einfach den richtigen ort beim weiblichen körper animieren und dann führe das automatisch zum höhepunkt, musste sich eines besseren belehren lassen. diesen genetisch vorgegebenen punkt, der auf knopfdruck lust und freude auslöst, gibts - mindestens aufgrund ihrer forschung bei 1800 frauen - nicht. erleichterung für alle, die sich davon ins boxhorn jagen liessen, weil sie partout nicht fündig wurden.

ueber diese themen will ich mich heute abend in meiner sendung mit ihr unterhalten:

die dame ist jung, schön und forscht auf einem tabugebiet. sie ist sexualforscherin und weiss, ob's diesen ominösen g-punkt, sozusagen der hebel zum höhepunkt - bei der frau wirklich gibt. da bin ich aber gespannt..... und übrigends, die martha des films "herbstzeitlosen", jene dame, die im hohen alter eine dessous boutique eröffnet, gibt's auch in der realität. sie wohnt in muttenz, ist 83 und verkauft spitzenwäsche (auch für die reifere dame).
pikante themen heute abend. mit von der partie ist unter diesem motto auch die gemahlin von polo hofer national. alice gestaltet und verkauft saerge.

ihre kisten für die letzte reise sind aber natürlich ganz besondere behältnisse: farbig, blumig und kunstvoll. das wird wohl ziemlich speziell, heut abend bei uns im studio. pikant eben. wie das motto verspricht.
ich hatte heute gelegenheit, ein längeres gespräch mit hans dietrich genscher zu führen. genscher ist mit seinen weit über 80 ein altes schlachtross der deutschen politik, jahrzehnte deutscher aussenminister, vizekanzler und einer der architekten der eu und ihrer währungsunion. was mich im gespräch mit ihm faszinierte, ist auch im hohen alter eine selbstkritische haltung zu sich selbst und seiner damaligen machtposition, dieser wache geist geopolitische veränderungen unserer welt wahrzunehmen und auf eine respektvolle art dem stellenwert anderer völker und kulturen zu begegnen und mit diesem mix aus historischem wissen, gesundem menschenverstand und der vision einer einvernehmlichen staatengemeinschaft die probleme und lösungsmöglichkeiten unserer welt darzulegen. da spricht ein mensch, dem nicht die macht das hirn gemartert hat, sondern der versuch, das zusammenleben unterschiedlicher kulturen innerhalb deutschlands, aber auch in europa und zwischen den kontinenten auf eine tragfähige basis zu stellen. ein staatsmann, der die interdependenz unserer welt nicht als gefahr , sondern als chance sieht und der die zusammenarbeit unter den staaten, auch bei unterschiedlichen demokratieverständnissen als einzige möglichkeit betrachtet, respektvoll miteinander zu wirtschaften und zu leben. jemand, der in grösseren zusammenhängen zu denken versucht und der historisches wissen benutzt, um aktuelle krisen zu meistern. während des gesprächs ging mir durch den kopf, welche helvetischen politiker auf oberster ebene diesen staatsmännischen denkansatz pflegen und nicht nur im tagesgeschäft stecken. ehrlich gesagt kam mir kein name in den sinn. ob uns die berge immer wieder die sicht auf die grösseren zusammenhänge versperren??

von zeit zu zeit brauch ich den tapetenwechsel. raus aus der hektik des fernsehalltags, weg vom sitzungsfahrplan und vom bürotisch, zieht es mich in die berge. da relativiert sich wieder einiges aus dem tagesgeschäft. die beschwerde von susi gut (rund um das gespräch mit corinne mauch in unserer sendung) beispielsweise, die sich von mir (als schwuler der eine lesbe einlädt...) und unserer sendung benachteiligt fühlt. dies weil wir frau mauch zum thema "Nummer eins" als erste frau im amt der stadtpräsidentin der grössten schweizer stadt in unsere sendung eingeladen haben und frau gut demgegenüber ihr buch, das sie mir per email zur promotion für die sendung anpries («Als kleine Politikerin ist es schwierig ein Buch bekannt zu machen. Da braucht man die Hilfe der Medien. Sorry, für meine Aufdringlichkeit.» zitat aus dem mail von frau gut) aus thematischen und inhaltlichen gründen nicht vorstellen konnte.

was soll ein alcapa (ja das ist dieses lustige tier hier bei uns auf der bühne, tanja heisst's) mit träumen zu tun haben, wirst du dich fragen. nun: heute abend heisst unser motto in der sendung "fortsetzung folgt". und tanja ist neben angelina

sozusagen der stargast in meiner show. die beiden damen sorgen für die fortsetzung, sprich den nachwuchs in der truppe von josef anton kuonen, dem pionier der alpacazucht in der schweiz. und diese tiere sind dermassen liebenswürdig und hübsch, dass ich seit meiner ersten begegnung mit ihnen davon träume, solche minikamele bei mir im garten zu haben....aber es wird wohl beim traum bleiben, denn die damen lieben gesellschaft und für ne ganze herde hat's dann wohl in meinem vorgärtli doch nicht platz. aber um richtige träume gehts mit dieser dame
sie ist die grand old lady der traumforschng, mit 85 total fit und flink in ihren gedanken. für sie sind träume nichts anderes (und drum so spannend) als die weiterverarbeitung unseres alltags (seine fortsetzung in das geistige nachtleben also). lernt man seine träume zu interpretieren, sind sie eine phantasievolle hilfe, ungelöste probleme sichtbar zu machen und uns anhaltspunkte für die lösung unbewältigter erfahrungen zu liefern. seit ich mich mit dem phänomen träumen auseinandersetze, passieren bei mir verrückte dinge nachts in meinem kopf. mir träumt von seltsamen tieren, von verführerischen trompetenklängen, die sich als ueberfallkommandos entpuppen. kurz, ich brauch heute abend interpretationshilfe zu diesen beunruhigenden fantasyfilmen, welche sich in meinem nächtlichen hirn abspielen. ich hoffe meine traumforscherin ortrud grön bringt hilfe.......



